Die Methoden des Fremdsprachenunterrichts (FSU):

  1. DIE GRAMMATIKÜBERSETZUNGSMETHODE (GÜM)
  1. Ausgangspunkt:

* Methoden des Griechisch- und Lateinunterrichts wurden auf sie neue Sprachen übertragen.

  1. Grunde für die Methode- man wollte neue Sprachen aufwerten.
  2. Unterrichtsprinzipien:

* der Sprachunterricht wird als Grammatikunterricht betrachtet.

* die Kenntnis und die Produktion des formalen Systems als Unterrichtsziele.

* es handelt sich hier nicht um die Textproduktion sondern um die Textrezeption.

* keine freie Verwendung einer Sprache

4. Rolle der Grammatik

* sie wird explizit, beschreibend unterrichtet

* analysiert, inhaltsbezogen betrachtet

* Ansicht in formalen Aufgaben, Regelsystem und Reproduktionen konkreter Satze durch Anwendung konkreter Regeln

5.Unterrichtssystematik

*Beispiele werden angeführt (entstellte Texte)

*isolierte Beispiele aus dem Text mit der Erklärungen (Metasprache wurde verwendet

Präsentation als ein Teil des Regelsystems zu betrachten)

*Regeln wurden formuliert (Metasprache wurde gebraucht, Tabellen, Paradigmen,

Übersichten)

*Anwendung der Regeln in Übungen (z. B. Bilden Sie korrekte Satze, Luckentexte, Umformung von Sätzen nach formalen Grammatikkategorien, Übersetzungen)

6. Beurteilung der Methode

* Vorteile:

- Metasprachekenntnisse

- ein guter Schuler macht schnelle Fortschritte

- Unterricht gerichtet an Schuler um und nach der Pubertät

- die Einsicht im Sprachsystem hilft beim Sprachbeherrschen

* Nachteile:

- für wenig geprägte Lernkognition weniger akzeptabel

- Schüler, deren Abstraktionsvermögen schwach entwickelt ist, werden in dieser Methode oft zum Schweigen gebracht

- Beherrschung von grammatischen Regeln ist nicht mit der guten Kommunikation gleichzusetzen

-Texte sind keine Texte, es ist die verpackte Grammatik, sie sind oft semantisch nicht kohärent

B.) DIE DIREKTE METHODE:

1. Ausgangspunkt:

Direkte Methode entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jh. 

2. Gründe für die Methode:

Die neuartigen Unterrichtsverfahren wurden für den Unterricht der Neueren Sprachen

propagiert. Man wollte sich von der Lehrmethode der Alten Sprache lösen.

3. Unterrichtsprinzipien:

* Der Fremdsprachenunterricht basiert auf Anschauung und Nachahmung.

* Werden schriftliche Arbeiten eingeführt, dann müssen sie auf dem bekannten Stoff

basieren

* Orientierung des FSU an Aspekten des alltäglichen Sprachgebrauchs

4. Rolle der Grammatik:

Die grammatischen Regeln müssen auf Grund des Gelernten abstrahiert werden.

5. Rolle der Muttersprache:

Ausklammerung der Muttersprache (Einsprachigkeit des Unterrichts). Der FSU muss eigentlich auf gleiche Weise betrieben werden wie das Aneignen der Muttersprache.

6. Burteilung der Methode:

Vorteile: Die Jugendlichen wurden nicht mit unnützen, nicht anschaulichen Übungen überlastet Nachteile:

      • Der Einfluss der Erstsprache wird nicht berücksichtigt
      • Zufälligkeit der Kommunikation; Es gibt keine Automatisierung
      • Es entstehen oft falsche Freunde"

C.) DIE AUDIOLINGUALE=AUDIOVISUALLE METHODE:

  1. Ausgangspunkt

* Behaviorismus, Boas, Bloomfield, Fries

* 60er Jahre des 20. Jh., schnelle Entwicklung in den USA 

2. Grund für die Methode

* das Studium der Indianersprache

3. Unterrichtsprinzipien:

- jede Sprache als System, Situation als Stimulus, auf einen Stimulus eine Reaktion, die 

automatisiert werden soll

- die Sprache wird in Dialogen, in Alltagssituationen abgebildet

- die Dialoge sollen auswendig erlernt werden

- die Sprache wird in konkreter Situationen aufgrund der Dialoge gezeigt

- Anspruch auf Kommunikation, als Ziel dialogische Sprachfertigkeit

- die Muttersprache ausgeschlossen

- Einüben von fertigen Sprachmustern

4. Rolle der Grammatik

* Ausgangspunkt- das Gebrauchsverbot der grammatischen Regeln und der

Muttersprache

* die Erkennung der grammatischen Regeln durch die Lernenden = induktives Verfahren

5. Unterrichtsystematik

*Dialogische Texte für die, die Situation kurz angedeutet wurde

*Umformungen dieser dialogischen Texte zu Kurztexten, Sie sollen mit dem Fotos

versehen werden

*Übungen, keine Muttersprache, Satzmuster am Anfang, keine Regeln werden formuliert

6. Übungstypen:

* Patterndrills in vielen Varianten

* Substitutionsübungen

* Ergänzungsübungen

* viele Dialogübungen

*Reproduktion und Nachspielen von Dialogszenen

* Satzbildung aus Einzelelementen

7. Beurteilung der Methode

* Vorteile:

- ohne Kenntnis der Regeln werden korrekte Satze produziert, sie sind mehr realistisch,

abwechslungsreich

*Nachteile:

- schlecht für diejenige, die kognitiv lernen

- Alltagssituation befindet sich im Mittelpunkt des Unterricht aber die Strukturen werden

dort ungeordnet angeboten und erlernt

- man konnte reproduktiv kommunizieren aber Produktion litt darunter

D.) DIE KOMMUNIKATIVE METHODE:

  1. Chronologie

Die kommunikative Methode war in den 70er und 80er Jahren um die kommunikative

Wende vorhanden. Diese Methode wurde wegen der großen Welle der Gastarbeiter

Entwickelt.

  1. Lernpsychologische und linguistische Grundlagen der Methode:

a.. lernpsychologische:

      • behavioristische Konzepte
      • kognitive Orientierung

b.. linguistische:

      • Erweiterung der Befunde strukturalistischer Sprachbeschreibung um die Ergebnisse der Pragmalinguistik und des Kontextualismus

3. Unterrichtsprinzipien:

* Im Unterricht soll man sprechen und handeln

* Den Dialog sollte man mit eigenen Inhalten gestalten

* Visualisierung spielt eine große Rolle

4. Auswahl der Texte:

* vor allem Dialoge und Monologe

* Texte sind nicht authentisch, aber sie basieren auf den authentischen Texten

5. Rolle der Grammatik

Sie soll Antwort geben, wie, wozu, in welchem Kontext, was gesagt werden soll.

Sie wird als ein Werkzeug für sprachliches Handeln betrachtet

6. Rolle der Mutersprache

Die Muttersprache wird berücksichtigt. Neuen Sprachsystems soll man auf der Muttersprache aufbauen.